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Geschichte

Ihren Ursprung nahm die "Via Francigena", zuvor als "Via Romea" bekannt in langobardischen Zeiten, als man eine gute Verbindung vom Frankenreich in die geistige Metropole Rom suchte. Nördlich führte sie schließlich bis nach Canterbury, dessen Erzbischof Sigeric in einem Tagebuch ausführlich über seine Reiseerlebnisse im Jahre 994 auf dieser Straße berichtet. Erste Erwähnungen datieren jedoch bis 600 v. Chr. zurück. 
 
In seinem Tagebuch erwähnt Sigeric Monteriggioni und Abbadia a Isola unter dem Namen "Borgonuovo". Er beschreibt, daß die Route von hier aus über Strove, das in Sichtweite von Montecastelli liegt, an der Elsa entlang, an mehreren kleinen Weilern und Burgen vorbeiführt, von denen eine gewiß auch Montecastelli gewesen sein kann. In alten Steuerrollen und Kirchenbüchern wird diese Wehrburg schon um das Jahr 1000 genannt. 
 
Hoch über dem Elsatal gelegen, mit einem freien Rundblick über die gesamte Ebene, war Montecastelli der ideale Ort für eine Verteidigungsanlage. Mit seinen 1.20 m dicken Mauern, Schießscharten, Torbögen und dem typischen "Filaretta"-Mauerwerk zeugt es von den harten Lebensbedingungen im Mittelalter. Eine kaum noch lesbare alte Karte läßt den rechteckigen Grundriß einer Festung erkennen. 
 
Spuren der alten Francigena sind in den Hügeln des Montagnola, heute ein Naturschutzgebiet, noch zu finden. Der Verbindungsweg von Strove zur Pieve a Castello, der Abteikirche unterhalb von Montecastelli, führte direkt an der Rückseite der Burg vorbei. Auf diesen alten Pflastersteinen, die man noch gut sehen kann, könnte vor 1000 Jahren auch der Erzbischof von Canterbury gereist sein. 
 
Eine genaue Karte der Francigena existiert nicht, denn über die Zeit entstanden viele parallel dazu verlaufende Wege, die angelegt werden mußten, wenn alte Routen nicht mehr passierbar waren. Wir können aber davon ausgehen, daß die Strecke, die an Montecastelli vorbeiführt der älteste bergige Abschnitt in diesem Gebiet ist, denn hier oben konnten die Sumpfzonen im Tal umgangen werden, die erst viel später nach ihrer Trockenlegung erschlossen wurden. 
 
Heute können Sie von Abbadia Isola, Castel Pietraio oder Montecastelli aus aufbrechen, um die alte Francigena auf den Europa-Wanderwegen 101 und 106 im Montagnola zu erforschen und dabei die unberührte Natur dieser geschichtsträchtigen Region zu erleben.    
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Pilger auf der alten Frankenstrasse

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Via Francigena

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Löwenkopf

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Die alte Zisterne



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